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Soziales Kompetenztraining bei Grundschulkindern

Das soziale Kompetenztraining bei Grundschulkindern wurde von Anika Grahler und Kerstin Nolte aus den Manualen „Training sozialer Fertigkeiten“ von Beck, Cäsar und Leonhardt, sowie „Training mit aggressiven Kindern“ von Petermann und Petermann entwickelt.
Es handelt sich um ein Gruppentraining, dass in einer psychisch-funktionellen Behandlung durchgeführt wird (im Regelfall 40 Einheiten). Der Trainingsablauf gestaltet sich jede Stunde gleich. Das schafft Vertrauen und gibt Struktur.
Zum Einstieg findet die Begrüßung und die Überprüfung der Hausaufgaben statt, dann folgt das Stundenthema mit anschließender Reflexion und Hausaufgaben werden besprochen.
Damit sich die Kinder besser einschätzen können, wird mit einem Punkteplan und einem Belohnungssystem gearbeitet.
Wird ein Kind krank, muss es die versäumte Stunde noch vor der nächsten Einheit nachholen, um den Anschluss nicht zu verpassen.

Ziel ist es, den Kindern alternative Verhaltensweisen zu vermitteln und Raum zu schaffen, diese zu erproben und über positives Feedback ihr Selbstbewusstsein zu steigern.
Das Training ist in fünf Phasen unterteilt:

  1. Wahrnehmung von Gefühlen
  2. Interpretation von Kommunikationssignalen
  3. Reflexion von Bedürfnissen und Reaktionen
  4. Entwicklung von Handlungsalternativen
  5. Impulskontrolle

Die Kinder sollen lernen, eigene Gefühle und die der Anderen besser wahrzunehmen und angemessen zu verbalisieren. Sie sollen sich ihrer Bedürfnisse bewusst werden und sie adäquat vermitteln. Es werden Kommunikationsmöglichkeiten besprochen, sowie über die Regeln und Konsequenzen ihres Handelns. Die Kinder bekommen Möglichkeiten neue Handlungswege auszuprobieren und sich und die anderen Gruppenmitglieder zu reflektieren. Sie sind somit in der Lage Situationen besser einzuschätzen und adäquat zu reagieren.

Um gewonnene Erkenntnisse aus dem Training in den Alltag zu transferieren, werden die Eltern regelmäßig über die Stundeninhalte informiert. Sie werden angehalten, besprochene Themen immer wieder mit ihren Kindern zu besprechen und zu üben, sowie die Hausaufgaben zum besseren Verständnis gemeinsam zu bearbeiten.
Es wird empfohlen, dass durch die Eltern ein regelmäßiger Austausch mit Lehrern und anderen therapeutischen Einrichtungen erfolgt, um die Kinder auch in außerhäuslichen Situationen zu unterstützen.

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